Stiftung Warentest kennt Jeder. Das kleine weiße Schildchen beeinflusst das Kaufverhalten heute vielleicht mehr als je zuvor – manchmal bewusst und manchmal auch unbewusst. Denn eine gute Beurteilung von Stiftung Warentest gibt dem Konsumenten das gute Gefühl, ein Produkt zu kaufen, das hält, was es verspricht. Unter dem Stichwort »Jugend testet«waren nun auch wieder junge Tester unterwegs.

Jedes Jahr ruft die Stiftung Warentest Jugendliche in ganz Deutschland auf, mit zu testen. Das Projekt heißt »Jugend testet« und sucht Teilnehmer, die ihre eigenen Ideen entwickeln.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Was und wie getestet wird, darf selbst bestimmt werden: entweder ein Produkt oder eine Dienstleistung. Ob allein, zu zweit oder gleich die ganze Klasse – anmelden können sich alle Gruppen, die eine Voraussetzung erfüllen: eine pfiffige Testidee, die so originell wie nur möglich und ebenso gut durchdacht ist.

Zwei Testerinnen aus der Region sind Melanie Kling und Sarah Ziegler. Beide besuchen die zwölfte Klasse des Giengener Margarethe-Steiff Gymnasiums und wählten »Jugend testet« als Schulprojekt im Fach Wirtschaft. Sie entschieden sich für das Thema »Öffentliche Freizeitbäder im Landkreis Heidenheim und Umgebung«. Da die 19-jährige Melanie aus Niederstotzingen selbst begeisterte Schwimmerin im nahen Lonido ist und Schwimmen unter Jugendlichen sowohl sportlich als auch zum Entspannen sehr weit verbreitet ist, fanden beide dieses Thema sehr passend. Melanie und Sarah setzten sich zum Ziel, herauszufinden, welches Bad für welche Zielgruppe geeignet ist, »denn Schwimmen tut jedem gut: es kann junge Menschen ausreichend fördern und stellt zugleich für ältere Menschen eine Aktivität mit geringer Belastung dar – im Winter wie im Sommer«, so die beiden Testerinnen. Insgesamt fünf Bäder nahmen sie unter die Lupe: die Heidenheimer Aquarena, das Ramensteinbad in Nattheim, das Jurawell in Herbrechtingen, das Lonido in Niederstotzingen sowie das Hallenbad Langenau. Jedes davon wurde von den kritischen Test- Schwimmerinnen genauestens geprüft. Ein Testbogen mit sechs verschiedenen Bewertungskriterien half ihnen, die unterschiedlichen Leistungen einzustufen. Dazu gehörten allgemeine Dinge wie die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und das Preis- Leistungsverhältnis. Weitere Kriterien waren Sauberkeit, Personal und Sicherheit, Spiel und Spaß, der Restaurantbereich und die Befragung der Badegäste. Dabei konnte jedes Bad bis zu 130 Punkte erreichen. Auch auf die Meinung ihrer Mitschüler legten die Mädchen Wert: Sie befragten 40 Mädchen und 40 Jungen in verschiedenen Altersgruppen, wie oft sie schwimmen gehen und welches Bad am beliebtesten ist. Nach der Auswertung zeigte sich, dass im Durchschnitt gesehen alle Bäder gute Noten bekamen und beim Ergebnis sehr eng beieinander lagen.

War die Aquarena schon aus der Befragung als Favorit hervor gegangen, belegte das Heidenheimer Bad auch bei den Testbögen die »Pole Position« und gewann den Vergleich mit der Note »sehr gut« (Note 1,5), dicht gefolgt vom Jurawell Herbrechtingen und dem Nattheimer Ramensteinbad, die jeweils ein »gut« (Note 2) erreichten. Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen teilte sich das Lonido Niederstotzingen zusammen mit dem Hallenbad Langenau, die beide mit »gut« (Note 2,5) bewertet wurden. Den Testbericht reichten Melanie und Sarah in der Zwischenzeit bei der Stiftung Warentest in Berlin ein, wo die Bewertung aller Arbeiten schon auf Hochtouren läuft. Mitte Juni werden die prämierten Berichte feststehen. Dann wird sich auch zeigen, wie die beiden Bäder-Testerinnen abgeschnitten haben. Bei den Preisen hat sich die Stiftung Warentest nicht lumpen lassen: die drei besten Tester-Teams der beiden Wettbewerbskategorien Produkt und Dienstleistung werden zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen und dürfen ihre Arbeiten im Haus der Stiftung ausstellen. Ein ordentliches Taschengeld gibt‘s noch obendrauf, denn für die besten Testideen sind Preise in Höhe von insgesamt 9000 Euro versprochen. Die Gewinner haben drei Tage Zeit, Berlin zu erkunden und werden dabei rund um die Uhr von einem Kamerateam begleitet.

Share and Enjoy:
  • Print
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • Twitter