Hola aus Madrid, liebe NOISE-Gemeinde!

Das ganze Heidenheimer Geschehen kann ich ja im Moment nur aus der Ferne beobachten, da ich „leider“ als Au pair in Spanien bin. Schräge Geschichten gibt es aber auch von hier zu erzählen…

Am Sonntag hab’ ich mich mit zwei Freundinnen im Madrider Zentrum verabredet. Die beiden kamen ein bisschen später, also saß ich ewig auf ‘ner Bank und wartete. Plötzlich standen ein Mann und eine Frau vor mir, Mann mit Mikro, Frau mit Kamera. „Hola, kfdsjfosdgs…”, sagte der Typ, und ich dachte nur „Aaaaaah!”.

Jedenfalls machen die Umfragen zu aktuellen Nachrichten oder Geschehnissen und das kommt dann bei Youtube. „Primo de Buenafuente” heißt das Ganze, man wird zu irgendwas befragt und muss am Ende „Primo de Buenafuente” in die Kamera sagen. Okay, dachte ich mir, ich hab ja Zeit …

Er fragte mich nach der amerikanischen Familie, die behauptete, ihr Kind sei mit einem Heißluftballon davon geflogen. Am Sonntag wußte ich davon blöderweise noch nichts, und hätte ich geahnt, dass das nur ein Publicity-Gag gewesen war, hätte ich anders geantwortet… Ich verstand aber nur was von „Kind verschwunden“ und „Luftballon“ und reimte mir den Rest zusammen – und weil ich nicht als unwissend da stehen wollte, sagte ich „Klar!“. Na ja, ich meinte, dass die Sache schon stimmen müsse, weil Menschen ja nicht so fies seien, die ganze Welt anzulügen, was denn mit ihrem geliebten Kind passiert sei, und blablabla…

Jetzt steh ich als absolute naive Deutsche da, die denkt, die Welt sei rosa und toll. Peinlich! Und natürlich ist das ganze längst bei Youtube zu finden (siehe oben, ihr findet mich ab 1:20).

Viele Grüße, Lisa

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