Hardcore mit Verspätung
Fünf Bands packten am vergangenen Samstag im Heidenheimer Treff 9 die Gitarren aus. Warum der Abend nicht ganz reibungslos verlief, hat “Chefkoch Matze” für NOISE zusammengefasst.
Es war ein ziemlich chaotisches Konzert. Wie immer kamen nicht alle Bands pünktlich. Manifestation und Through this Defiance waren in Chemnitz im Juz eingeschlossen und konnten deshalb erst verspätet losfahren. Dank Schneefalls und der Tatsache, dass der Drummer von Scars Come Clean auch bei Manifestation spielt, kam der Zeitplan ins Rutschen. Hungern musste allerdings niemand, da einige engagierte junge Leute Volksküche anboten, die spitzenmäßig angenommen wurde und in Zukunft öfter auf dem Programm stehen soll.
Mit leichter Verspätung sind Nihil Baxter als Erste durch ihr Programm gerauscht – 20 aggressive, energiegeladene Minuten. Das Publikum hat sich allerdings nicht sehr aktivieren lassen. Danach kamen Bob Rooney aus Schweinfurt mit ebenso schnellem Thrash. Das Publikum: Immer noch müde.
Danach war erst mal (Zwangs-)Pause. Um kurz vor 22 Uhr ging’s weiter mit Scars Come Clean aus Pirmasens. Energiegeladener und melodiöser Hardcore mit Punk-Attitüde wurde in den verkleinerten Konzertsaal des T9 gepresst. Nach einer halber Stunde betraten Manifestation aus Saarlouis betraten die „Bühne“. Geradliniger Oldschool-Hardcore ohne Toughguy-Manier wurde gepaart mit kritischen Texten und hämmernden Drums. Zum Finale startete schließlich Through this Defiance aus Los Angeles. Fette Riffs und Beats wurden der Menge entgegen gepeitscht. Die Band wusste das Publikum zu überzeugen, dass dann auch prompt noch eine Zugabe forderte.
Insgesamt war das Konzert war ein großer Erfolg, 91 zahlende Gäste waren erschienen – trotz vieler anderer Veranstaltungen, die in der näheren Umgebung stattfanden.

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