Unverzichtbar (1): Bücher!
In der aktuellen Ausgabe von NOISE erzählen unsere Autoren, was für sie unverzchtbar ist. Wir wollen diese Reihe auch auf NOISE Online weiterführen. In der ersten Folge beschreibt Nicole Beer, warum sie niemals auf Bücher verzichten könnte. Aber auch NOISE-Leser können mitmachen: Woran hängt ihr? Worauf wollt ihr nicht verzichten? Schreibt uns eine kleine Geschichte an redaktion@noise-online.de und schickt ein Foto dazu – wir veröffentlichen euer “Unverzichtbar” dann hier.
Worauf ich nicht verzichten könnte? Nun, mal abgesehen von meinen Freunden, die mir den Alltag versüßen, sind das Bücher. Seit ich lesen kann, bin ich fasziniert von Büchern.Beim Lesen bieten sich mir jedes Mal eine neue Welt, eine neue Sichtweise und manchmal auch eine versteckte, neue Lebensweisheit. Manche Bücher sind auch so gut, dass man sie immer wieder lesen könnte – eben weil man sich mit den Figuren so gut identifizieren kann, dass man völlig in dieser Welt versinkt und dann erstaunt ist, wie schnell die reale Zeit doch wieder vergangen ist. Das ist der Grund, warum Bücher nie ihre Anziehungungskraft verlieren.
Sicherlich, manche Bücher ziehen sich wie Kaugummi, haben keine erkennbare Handlung und enden auch noch unmöglich – das sind wohl meistens die Bücher, die man als „Pflichtlektüre“ bezeichnet und mit denen man seit Generationen Schüler quält. Bei diesen Büchern muss man sich sogar zwingen, täglich zwanzig Seiten zu lesen und denkt sich am Ende, dass man das auch selbst hätte – vielleicht sogar besser – schreiben können. Oder vielleicht steckt die Genialität solcher Bücher gerade darin, dass kaum ein Mensch wirklich etwas damit anfangen kann.
Doch Leseratten wie mich schreckt das nicht ab, dann liest man eben zur Aufmunterung das Lieblingsbuch nochmal – genauso, wie man nach einem schlechten Essen eben ein Stück Schokolade isst.

Hey.
Also umso mehr von diesen Artikeln ich lese, umso mehr Dinge fallen mir ein, auf die ich nicht verzichten möchte. Bisher konnte ich mich in jedem Beitrag – neben meinem eigenen natürlich – irgendwo und in irgeneiner Weise identifizieren. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Ich hoffe, dass sich noch mehrere Beiträge ansammeln, denn die Idee gefällt mir wirklich richtig gut!
Grüßlein,
Svea
Unverzichtbar (3): Ruhe!
Auf vieles im Leben könnte ich gut und gerne verzichten. Aber nicht auf Ruhe. Einfach mal nichts zu tun, mit niemand zu reden, eine halbe Stunde vollkommen für sich zu sein – das möchte ich nicht missen.
Zu viel Lärm und Hektik den ganzen Tag über kann müde machen. Und ist oft auch anstrengend. Fahre ich morgens zur Arbeit läuft das Radio, in der Stadt angekommen, ist man stets von Menschen umgeben, bei der Arbeit ebenso, das Telefon klingelt, nebenher diskutieren zwei Kollegen. In der Mittagspause redet sich eine Freundin die Sorgen von der Seele, abends wieder daheim tratscht man mit den Eltern, nebenher läuft der Fernseher und bei Facebook will man auch noch schnell reinschauen. Stop! Auszeit.
Und zwar für mich. Zwei- bis dreimal in der Woche brauche ich einfach diese Zeit, die nur mir gehört. Computer aus, Handy auch, keine Leute um mich herum. Nur ich. Aufs Sofa sitzen und einen Tee trinken, eine halbe Stunde spazieren gehen, nichts tun. Den Gedanken freien Lauf lassen. Und für einen kurzen Moment einfach mal die Welt um sich herum ausblenden. Für mich: unverzichtbar.