Gewaltprävention am ZOH
Es hat sich gelohnt, am vergangenen Sonntag an der Zentralen Omnibushaltestelle in Heidenheim vorbeizuschauen. Die Veranstaltung „Heidenheim gegen Gewalt“ lockte mit dem Aufruf, zeigen zu können, wie man imstande ist, jugendliche Aggression für kreative Zwecke legal zu nutzen. Insbesondere durch verschiedene Kampfsportarten soll Fairness erlernt werden.
War man nun ein bisschen skeptisch, jung und sportlich oder einfach nur neugierig: Das Motto gegen Gewalt schien auf jeden Fall anzukommen, zu interessieren und schon bereits zu Beginn der Veranstaltung waren beinahe alle Sitzgelegenheiten vergeben.
Von „Schlabberjeans“ und Jogginganzug im Publikum konnte keine Rede sein – erwartete man vielleicht doch insgeheim klischeehafte Jugendkultur aus dem Underground. Vielmehr saßen sonnenbebrillte junge Frauen und Männer, Eltern mit ihren Kindern und Vertreter der Heidenheimer Musikszene in den Zuschauerreihen.
Und es war in der Tat ein beeindruckend, was die Kooperationspartner Serdar Karaca, Geschäftsführer von Rayong-Sports, und Kadir Cildir von der „Mobilen Jugendarbeit in Heidenheim“ auf die Beine gestellt haben. Auf der großen Bühne und im Ring zeigten Jugendliche verschiedene Kampfsportarten in unterschiedlichen Gewichtsklassen. Die Sportler wurden von professionellen Trainern betreut, und in der Tat erweckte keine Sporteinheit den Anschein von unkontrollierter Aggressivität. Fairer Kampf wurde vorausgesetzt und auch befolgt. In den Pausen unterhielten Nachwuchsbands aus Landkreis und Region die Zuschauer mit Musik- und Tanzeinlagen.
Vor der ZOH, zwischen Graffiti jugendlicher Spraykünstler saßen zwei Demonstranten mit weiß bemalten Gesichtern, vor ihnen auf einem Teller Brot und – ja, tatsächlich – Hühnerherzen aus der Gefriertruhe. Die zwei jungen Musiker der Band „Dead-Men-Talking“ gaben sich die Ehre, sie fühlten sich von der Veranstaltung ausgeschlossen, weil sie angeblich nicht hätten spielen dürfen.
„Aber wir haben das jetzt mit dem Kadir geklärt“, sagte einer von ihnen, lachte und hob sein Schild mit der Aufschrift „Fass‘ dir ein Herz!“ in die Höhe.
„Es waren gegen Ende einfach zu viele teilnehmende Bands, wir konnten nicht jeden einzelnen aus Heidenheim spielen lassen“, erklärte der Streetworker und schüttelte lächelnd den Kopf, als er die Schilder und die Innereien sah. „Es läuft jedoch alles sehr gut bis jetzt“, fügte er hinzu.
Doch Kadir Cildir wusste auch, dass die Skeptiker nicht verstummen werden: „Ich hoffe dennoch, dass eine kritische Diskussion in Zukunft möglich sein wird. Generationskonflikte zum Beispiel werden immer vorhanden sein – aber wenn es nicht von vornherein zur Ablehnung kommt, kann man durchaus etwas tun. Manchmal hat man eben Angst vor Dingen, die man nicht genau kennt“, sagte er.

Hallo Anna,
von meiner Seite nochmals vielen Dank, dass du vorbeigekommen bist. Dein Bericht und die Bilder sind klasse geworden.
Ebenfalls an alle Teilnehmenden Bands. Leider hat es nicht geklappt, dass alle 2-mal auftreten konnten, weil es zeitmäßig nicht gereicht hat und da liegt es an meiner falschen Zeitplanung. Deswegen steht auch mein Angebot, noch vor den Sommerferien in viel kleinerem Rahmen eine Jam am ZOH ohne Eintrittsgeld durchzuführen mit einem mobilen Studio. Die Band “Dead Men Talkin” hat schon mal Interesse bekundet. Also einfach mal nochmal mit mir Ende dieser Woche in Verbindung setzen, um Einzelheiten abzuklären.
Grüße
Kadir Cildir
Mobile Jugendarbeit Heidenheim
Handy: 0177-88 48 638
Kadir, hast du nicht Lust, das Jammen eventuell doch ein bisschen größer anzulegen?
Es wäre erstens eine geniale Story für NOISE, zweitens kennen wir beide mittlerweile ziemlich alle Bands in HDH, die nur auf eine solche Chance warten und drittens – seitdem ich vor kurzem mein erstes Konzert organisiert habe, jucken mir die Finger erneut nach neuen Projekten in dieser Richtung…
Ich bin zu jeder Zeit bereit, mitzuorganisieren…
Hier undso ja bericht is gut bilder auch ….
jetzt aber mal hier undso…
ich würde das sehr unterstützen wenn ihr das größer aufziehen würdet.
kann auch helfen dabei und unter eure ärmchen greifen
habe das an Halloween im T9 ja auch gebacken bekommen und wie anna schon sagte nach dem ersten mal juckts …. hahahahaha
Mit freundlichen grüßen dem midnight meat train und nen schönen tag
hi, wir waren beim auf- und abbauen am sonntag mehr als 30 zuverlässige leute, dennoch hat das alles von 7 uhr bis 13 uhr gedauert. mit dem abbau sind wir erst um 23 uhr fertig geworden und heute musste ich mit einer jugendgruppe noch 2 lkw ladungen auf- und abladen. danach waren wir einfach nur ko. etwas in einem so großem maße zu machen ist echt zeit- und arbeitsintensiv. deswegen wollte ich ja eigentlich zunächst einmal was kleineres machen, so dass wir nicht einmal den zoh oder eine fahrban sperren muss. meine überlegung ist, eine kliene bühne an der musikschule anzubringen und zunächst einmal vor den sommerferien 2-3 bands eine auftrittsmöglichkeit zu geben. technisch gesehen soll es dann nicht allzu umständlich sein, sondern nur mit einer mobilen studio mit entsprechenden lautsprechern und funkmirkofone. wenn es dann gut läuft, könnte man dann das auch jeden monat einmal machen. aber wie schon gesagt, es darf wirklich nicht allzu zeit- und arbeitsaufwendig sein. aber darüber können wir ja mal gemeinsam sprechen.
@anna: ryan von dead men talking wird sich mit mir morgen treffen. ich ruf dich an und gib dir bescheid, vielleicht möchtest du ja dann dazustoßen.
grüße