No fat chicks…?

Heidenheim, die Sonne scheint, alles singt und tanzt, ich spaziere entspannt durch die Straßen, als mir plötzlich die Absolutheit von politischer Inkorrektheit in Form eines Autoaufkleber ins Auge springt: „No fat chicks“ Dicken Lettern über dem Icon einer Frau, deren weibliche Formen besonders ausgeprägt erscheinen. Jedem, der sich schon mal gefragt hat, warum die schönsten Hosen immer zu lang für seinen Hintern sind, bleibt der Mund offen stehen: Was soll frau davon halten?
Werfen wir die Aussage doch einfach metaphorischerweise mit einem abschätzigen „phhhh“ über die Schulter. Hier kann es sich doch nur um die klassische Ausgeburt eines Posers halten. Die NOISE-Redakteurinnen Julia Schollbach und Anna-Lena Buchmaier haben diese Spezies Mann anhand von Profilfotos in den gängigen Communitys identifiziert (nachzulesen in der aktuellen NOISE – absolut empfehlenswert und überall erhältlich, wo es HZ und HNP gibt!). Da er sich selbst der Nächste ist, betrachtet er eine Frau eher als besonders individuelles Schmuckstück, das seinem Selbstbewusstsein den allerletzten Schub ins Unermessliche gibt.
Frauen als „Gefährtin“, „Partnerin“ oder ähnlichen romantischen Anwandlungen sind ihm fremd – das wird doch gnadenlos überschätzt. Um seine Ansprüche befriedigen zu können, braucht es mehr, er benötigt ein besonders schmuckes Stück, dass doch bitte den gängigen Schönheitsidealen entspricht (Um die Relevanz des Ganzen darzustellen: Wer würde denn schon für teures Geld ein Kleidungsstück kaufen, das nicht mehr modern ist – da wäre die Aussicht auf Anerkennung doch nichtig :p). Das gängige Schönheitsideal: schlanke Frauen, no fat chicks, sind laut Klischees attraktiv.
In meiner jugendlichen Naivität zweifle ich generell daran, dass die Klischees, die hier umrissen werden, der Wahrheit entsprechen. Tatsächlich scheint es aber den ein oder anderen zu geben, der sich offen zur „No-fat-chicks“-Einstellung bekennt und mich im Gegenzug mit folgendem Vorwurf konfrontiert: „Nun sei du doch mal ehrlich, du würdest auch nicht mit Quasimodo ins Bett gehen?!“ Hm…Diskriminierung als neue Form der Ehrlichkeit? Interessant – aber bei Quasimodo war es ja tatsächlich nicht anders. Den mochte auch niemand so recht, schließlich waren Buckel zu keiner Zeit in Mode. Oder lag es vielleicht daran, dass er einem bei Victor Hugo doch nicht ganz geheuer war? In der Disney-Version ist er dann doch ganz knuffig – und ich habe nie verstehen können, warum Esmeralda Phoebus, den Ritter in der sprichwörtlich goldenen Rüstung, zu ihrem Geliebten erklärt. Schließlich hat man schon in „Die Schöne und das Biest“ gelernt, dass sich die wahre Schönheit im Verborgenen findet – oder, meine Herren?

Naja, es ist doch einfach so: Es gibt einen bestimmten Spielraum, in dem eine Dame attraktiv ist. Da gleichen bestimmte charakterliche Eigenschaften optische Merkmale aus, die u. U. von den Idealvorstellungen abweichen. Und umgekehrt. Bei Manchen ist der größer, bei manchen kleiner.
Wenn die charakterlichen oder optischen Merkmale aber diesen Spielraum überschreiten, dann geht das halt einfach nicht. Es kann mir niemand erzählen, dass er sich auf Mädels einlässt, die zwar charakterlich toll sind, aber optisch einfach nicht anziehend sind. Dann bleibts bestenfalls bei Freundschaft. Umgekehrt reicht es bei einer “Sexbombe”, die charakterlich absolut inakzeptabel ist, mittelfristig nichtmal dafür.
Sehr gut erklärt
Wobei vielen Männern bei einer “Sexbombe” es wohl egal sein dürfte das sie kein guten Charakter hat…. Leider….
und wie ist das andersrum? gucken mädchen auf aufgepumpte muckies, solariumbräune, modische friese und klamotten, dickes auto und geldbeutel, oder reichts auch aus solang er sie zum lachen bringt?
Wie lernt man denn jemanden kennen? Eher übers (gemeinsame) Lachen oder eher im Sinne von “wow, der fährt so ein scharfes Auto, den/die muss ich haben!”
Für mich zählt eher die erste Variante, denn Lachen gehört doch zu den schönsten Dingen des Lebens
Jeder hat eben seine individuellen “Werte” – nur Solariumbräune, die kommt glaub ich allgemein weniger gut an!
Aber Lisa, wie willst du denn mit jemanden Lachen, wenn du ihn gar nicht kennst? Mal abgesehen von Studien-, Arbeits- oder Sportvereinskameraden lernt man die Leute doch nur kennen, wenn man mehr oder weniger aktiv was dafür tut. Und da, das behaupte ich mal, spielen dann Äußerlichkeiten schon eine große Rolle. Ich laufe doch nicht durch die Fußgängerzone und denke mir: “Boah, die Dicke da mit den fettigen Haaren ist bestimmt nett, die spreche ich mal an.” Nee, für die Entscheidung, jemanden anzusprechen, spielt das Aussehen schon eine größere Rolle. Wenn sich diejenige dann noch als unterhaltsam herauststellt, umso besser.
Jupp, so ist es. Und mks hat so ziemlich recht mit dem was er schreibt. Von 10 Mädels schauen nunmal wirklich 7 erstmal auf solche Sachen wie Muckies, dickes Auto, usw.
2 von den letzten 3 schauen deswegen nicht auf soetwas, weil sie eher in die Kategorie der nicht so hübschen Frauen fallen und die letzte der 10 schaut so wie die Lisa darauf und sieht dazu wie die Lisa auch noch super aus
@lisa: mach doch mal diesbezüglich am woende im cream-club ne umfrage…
@grinsedings: do the steltzbock baby
Ahhh, dankeschön, dankeschön – muss mich glaub ich aus der Diskussion “was Frauen wollen” zurückziehen, denn wenn deine Erfahrungen wahr sind,
, dann gelten bei den werten Damen untereinander dann doch andere Dinge!
Und schelle, klar spielt das Aussehen in den meisten Fällen die größte Rolle beim Ansprechen,schließlich ist es der erste Eindruck!
Wenn man aber in der Gruppe unterwegs ist, habe ich ab und an schon das Gefühl gehabt, dass unter Männern (und tw. auch unter Frauen) so ein kleiner Gruppendruck herrscht – und es weniger darum geht, ein nettes Mädel zu finden als viel mehr die nach subjektivem geschmacksempfinden heißeste Frau des Abends anzubaggern
@mks: Immer gerne ^^
Quatsch, Lisa is ne hübsche Frau, ich kann das sagen, schließlich hab ich sie ja schon des öfteren gesehen.
@Lisa: Nichts da mit zurückziehen, eine Diskussion über so ein Thema ohne die Vertretung einer weiblichen Person ist viel zu langweilig
Na, aber wenn doch meine Eindrücke im Gegensatz zu euren Erfahrungen stehen, könnte man ja fast meinen, Frauen wären hinterhältig, verlogen und gemein
@Lisa: Mag sein, dass es das gibt. Wenigstens kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass ich das nicht tue. “Gezielt” spreche ich nämlich praktisch nie jemanden an. Das ist doch viel mehr von der Situation abhängig, da lässt man da und dort mal einen doofen Spruch los und wenn die Dame gut kontert, dann bleibt man bei ihr eben hängen
Im Prinzip ist es nämlich total egal, was man sagt, hauptsache man sagt überhaupt was. Und es sollte halt auch nicht wie ein Spruch aus der BRAVO klingen
Ich glaube übrigens auch nicht, dass ein dicker Geldbeutel, ein schnelles Auto oder Muskeln von großer Bedeutung sind. Sicherlich hilft das bei dem ein oder anderen Flittchen, aber im Großen und Ganzen geht es darum, aus der Masse hervorzustechen und bspw. das Mädel zum Lachen zu bringen. Wobei der Faktor Spaß im Club natürlich eine wesentlich wichtigere Rolle spielt als im “Alltag”.
Ja so ist meine Einschätzung der Lage. Lisa, du darfst mir jetzt gerne zustimmen
@lisa: wenn da wirklich “gruppendruck” herrscht dann haste vielleicht einfach scheiss freunde..
ansonsten habt ihr hier schon fast mario-barth-niveau erreicht, bitte sofort aufhören!!
wieso? Mario Barth bringt die Sache doch aufn Punkt
dass du den lustig findest hätte mir klar sein müssen…
Hey, ich find den auch nicht schlecht ^^.
@Schelle: Das mit den Muckies und Co. ist leider nicht nur für ein paar Flittchen der “bringer”, sondern für einige mehr.
Aber so wie du es schreibst, mache ich es als eigentlich auch (jetzt natürlich nicht mehr) und man glaubt es kaum, hab dabei tatsächlich eine Frau gefunden die ich zum Lachen bringen kann und die mich so liebt wie ich bin, ohne dicken Geldbeutel, als Bahnfahrer (kein eigenes Auto) usw.
Aber ganz ehrlich, so eine Frau zu finden ist nicht wirklich leicht…
Könnt hier ja einiges über eine meiner Ex-Freundinnen auspacken, mit der ich längere Zeit zusammen war, was zu dem Thema passen würde aber ich glaube dann werde ich hier heute nicht mehr fertig xD
“wieso? Mario Barth bringt die Sache doch aufn Punkt”
passt gut. der ist nämlich auch kein sexist.
och gott, jetzt habt ihr ja wieder was, über das ihr herfallen könnt. und ich dachte, smilies würde man mittlerweile verstehen. ich habe mich getäuscht. sollten wir vielleicht mal in NOISE erklären.
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Vielleicht hilft das beim verstehen
Soll ich noch mehr aufzählen?