4 von 5 Deutschen laufen sich auf schlechten Schuhen die Füße kaputt hieß es letzte Woche in einer Studie. Während ich noch lese, an meine Bein herunterschaue und das 8 cm hohe Schuhwerk betrachte, muss ich mir eingestehen: Hey, Lisa – du gehörst dazu!!!
Mit dem Dazugehören ist das ja immer so eine (meist ungesunde) Sache. Diejenigen, die zur Gruppierung der Raucher gehören, riskieren beim Nikotin-„Genuss“ die Gesundheit ihrer Lungen. Diejenigen, die gern auf High-Heels durch die Gegend sparzieren,  riskieren die Gesundheit Ihrer Füße.
Doch wann ist diese Risikofreude entstanden? Warum schlägt mein Herz bei hohen Schuhen schnelle rund nicht bei der Aussicht auf gesunde Füße?
Um diese Frage beantworten zu können, muss man die Zeit zurück drehen. Zurück ins Kinderzimmer. Wir schreiben das Jahr 1998. Und zum ersten Mal in meinem zugegebenermaßen noch nicht allzu langen Leben wurde mein Herz gebrochen. Nicht durch den Regierungswechsel. Nicht wegen des Viertelfinal-Ausscheidens der deutschen Nationalelf bei der Fußball-WM. Es gab tatsächlich noch ein anderes Ereignis, dass das Jahr 1998 geprägt hat: Die Trennung der Spice Girls.
Eben jene 5 Mädels  bildeten damals den Mittelpunkt meiner kleinen Clique, fasziniert von der unvergleichlichen Art, wie die Spice Girls in Backstreet Boy-Zeiten „Girlpower“ propagierten. Und ihre Liebe zu grenzwertiger Kleidung und Plateauschuhen.
Meine Mädels und ich waren in unserer Freizeit damit beschäftigt, uns zu verkleiden, die großen Hits der Spice Girls nachzusingen und passende Choreografien einzustudieren. Jeder von uns hatte einen festen Part auf unserer Bühne (eine Matratze) als Geri, Emma, Mel B, Mel C und Victoria. Natürlich durfte bei unserer fabulösen Bühnenshow das passende Outfit nicht fehlen. Wir hatten die Hot-Pants, die Miniröcke, die Bodies, die Netzstrumpfhosen und auch die seitlich aufknöpfbare Adidas Jogginghose für Sporty Spice. Es fehlte uns einzig und allein an Plateauschuhen. An High Heels.
Dieser Missstand schwächte unsere Bühnenshow enorm und in unserer kindlichen Naivität fürchteten wir, dass dies der Grund war, warum unser Auftritt auf dem großen Kinderfest unserer Grundschule nicht erlaubt wurde (und nicht etwa der Umstand, dass sich 9-jährige wie 25-jährige kleideten und bewegten). Unseren Müttern war es egal, wie viel Herzensblut in unsere Proben steckte. Sie verboten uns kurzerhand den Spice Girls ebenbürtige Schuhe zu tragen. Sie schienen schlichtweg nicht zu verstehen, dass High Heels und Spice Girls untrennbar voneinander sind, sondern plädierten pro Fußgesundheit.

An dieser furchtbaren Engstirnigkeit scheiterte nicht nur unser Auftritt beim Kinderfest, unsere Bühnenshows waren Vergangenheit. Genauso wie kurz darauf die Spice Girls. Dieses Trauma muss aufgearbeitet werden – mit Hilfe hoher Schuhe natürlich, die wir im Zeitalter der elterlichen Unabhängigkeit vollstens auskosten können, ohne Vorträge über Fußgesundheit. Und sollten unsere Füße Schaden nehmen… dann können wir  eventuell  noch unseren Kindern verbieten hohe

Schuhe zu tragen – ihr wisst schon, pro Fußgesundheit

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4 von 5 Deutschen laufen sich auf zu engen, zu kleinen oder zu großen Schuhen die Füße kaputt, hieß es letzte Woche im “Deutschen Fußreport 2010″. Während ich noch lese, schaue ich an meinem hinunter und betrachte das 8 cm hohe Schuhwerk. Ich muss gestehen: “Ich gehöre dazu!!!”

Mit dem Dazugehören ist das ja oft eine ungesunde Sache. Diejenigen, die zur Gruppierung der Raucher gehören, riskieren beim Nikotin-„Genuss“ die Gesundheit ihrer Lungen. Diejenigen, die gern auf High-Heels durch die Gegend spazieren,  riskieren die Gesundheit ihrer Füße.

Wann ist diese Risikofreude entstanden? Warum schlägt mein Herz bei hohen Schuhen schneller und nicht bei der Aussicht auf gesunde Füße?

Um diese Frage beantworten zu können, muss man die Zeit zurück drehen. Zurück ins Kinderzimmer. Wir schreiben das Jahr 1998. Und zum ersten Mal in meinem zugegebenermaßen noch nicht allzu langen Leben wurde mein Herz gebrochen. Nicht durch den Regierungswechsel. Nicht wegen des Viertelfinal-Ausscheiden der deutschen Nationalelf bei der Fußball-WM. Es gab tatsächlich noch ein anderes Ereignis, das das Jahr 1998 geprägt hat: Die Trennung der Spice Girls.

Eben jene fünf Mädels bildeten damals den Mittelpunkt des Interesses meiner kleinen Clique, fasziniert von der unvergleichlichen Art, wie die Spice Girls in Backstreet Boy-Zeiten „Girlpower“ propagierten. Und ihre Liebe zu grenzwertiger Kleidung und Plateauschuhen.

Meine Mädels und ich waren in unserer Freizeit damit beschäftigt, uns zu verkleiden, die großen Hits der Spice Girls nachzusingen und passende Choreografien einzustudieren. Jeder von uns hatte einen festen Part auf unserer Bühne (eine Matratze) als Geri, Emma, Mel B, Mel C und Victoria. Natürlich durfte bei unserer fabulösen Bühnenshow das passende Outfit nicht fehlen. Wir hatten die Hot-Pants, die Miniröcke, die Bodies, die Netzstrumpfhosen und auch die seitlich aufknöpfbare Adidas Jogginghose für Sporty Spice. Es fehlte uns einzig und allein an Plateauschuhen. An High Heels.

Dieser Missstand schwächte unsere Bühnenshow enorm, und in unserer kindlichen Naivität fürchteten wir, dass dies der Grund war, warum unser Auftritt auf dem großen Kinderfest unserer Grundschule nicht erlaubt wurde (und nicht etwa der Umstand, dass sich Neunjährige wie 25-Jährige kleideten und bewegten). Unseren Müttern war es egal, wie viel Herzensblut in unseren Proben steckte. Sie verboten uns kurzerhand, den Spice Girls ebenbürtige Schuhe zu tragen. Sie schienen schlichtweg nicht zu verstehen, dass High Heels und Spice Girls untrennbar voneinander sind, sondern plädierten pro Fußgesundheit.

An dieser furchtbaren Engstirnigkeit scheiterte nicht nur unser Auftritt beim Kinderfest, unsere Bühnenshows waren Vergangenheit. Genauso wie kurz darauf die Spice Girls. Dieses Trauma muss aufgearbeitet werden – mit Hilfe hoher Schuhe natürlich, die wir im Zeitalter der elterlichen Unabhängigkeit vollstens auskosten können, ohne Vorträge über Fußgesundheit. Und sollten unsere Füße Schaden nehmen… dann können wir  eventuell  noch unseren Kindern verbieten hohe Schuhe zu tragen – ihr wisst schon: pro Fußgesundheit!

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