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Kaum habe ich meine Finger an die Tastatur gelegt, geistert mir wieder nur  ein Thema im Kopf herum: Essen.

In letzter Zeit bin ich für meine kulinarischen Gelüste bekannt, denen ich gut und gern nachgebe.  Als ich letzte Woche spät am Abend noch am Ulmer Bahnhof weilte, sah ich bei einem Blick über die Buchkante eine Nordsee-Filiale. An sich nichts Besonderes. Im Gegensatz zur Filiale in Heidenheim hatte diese Nordsee-Filiale allerdings ein Sushi-Regal.

Sushi. Zu lang her war meine letzte Begegnung mit dem japanischen Reis-Fisch-Gemisch. Meine Geschmacksnerven mussten sich wahrlich anstrengen, um den Geschmack wieder in meinen Mund zu holen. Aber dann war er da. Der einzigartige Sushi-Geschmack.

Als ich eine Seite in meinem doch sehr spannenden Schmöcker zum wiederholten Male beginnen musste, um überhaupt zu verstehen worum es ging, war mir klar, dass ich in diesem Moment nicht das Buch, sondern etwas gänzlich anderes wollte. Sushi…Reis, Fisch und Algen, die das Wasser flutenartig in meinem Mund zusammen laufen ließ.

Also nahm ich meine Beine in die Hand und stürzte mich vor den Nordsee-Tresen, bevor dieser seine gläsernen Pforten schließen würde. Ich kaufte mir eine dieser netten kleinen Sushiboxen und machte mich auf den Weg zum Zug. Als ich mich schließlich gemütlich auf der Couch meiner Heidenheimer Wohnung niedergelassen hatte und die Sushi-Box endlich öffnen konnte, läuteten die gesammelten Heidenheimer Kirchenglocken die Uhrzeit: 23.45 Uhr. Die richtige Uhrzeit für Sushi??? Für mich ja. Für meine Freundin, mit der ich zu diesem Zeitpunkt telefonierte, ein eindeutiges Schwangerschaftsindiz.

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