NOISE TV – Poetry Jam 2011

Poetry Jam,
die geistig gehobene Gesellschaft trifft sich zum gegenseitigen Applaudieren.

So dachten wir, wird es werden.
Natürlich mussten wir uns, als “Retter der Kunst”, dazu gesellen um dem traurigen Dasein ein Ende zu bereiten.
Leider fiel uns vor Ort auf, dass die anderen Personen, die zum Kampf angetreten waren sehr nett und zu Teil sogar angenehm zu belauschen waren.
Vielleicht lag es am Bier?
Oder an der romantisch warmen, sauerstoffarmen und benebelnden Luft?
Man weiß es nicht.

Zumindest war es nicht so schlimm wie man es zu befürchten plante.
Dennoch waren wir die Rettung(!!)
und so wird es immer bleiben!

lg
euer Triple X Entertainment

NOISE-Kolumne: Wunschzettel

Das ein oder andere Mal habe ich es an dieser Stelle schon erwähnt und dabei Geschlechterklischees missbraucht. Ich war im Unrecht. Es gilt nicht nur für Jungs, es gilt auch für Mädels: Leute, lernt tanzen! Wieso es notwendig ist, diesen wirklich wahnwitzig relevanten Sachverhalt erneut hier zu platzieren, habe ich vor einigen Wochen auf dem Bachelor-Ball der DHBW Heidenheim erlebt.

Okay, vielleicht bin ich auch mit falschen Erwartungen zum Ball gefahren, aber meine Kausalkette lautet: Ball führt zu Kleid, Kleid führt zu hohen Schuhen, hohe Schuhe führen zu Fortbewegung auf den Fußballen, Bewegungen auf dem Fußballen sind tänzelnd, also – dancing all night long! Zur Begleitung der tänzelnden Bewegungen wurde auf der Einladung zum Ball eine Band angekündigt – ich hoffte also auf eine rauschende Ballnacht, nach der ich am nächsten Tag nur noch schwermütig auf meinen Füßen auftreten kann.

Ich merkte, wie sich die Theorie meiner Marketing-Vorlesungen in Praxis verwandelte: je höher die Erwartungen sind, desto stärker ist die Unzufriedenheit beim Kunden ausgeprägt, wenn die Erwartungen enttäuscht werden. Die Band spielte weder „The first, the last, my everything“, “Your Song” oder„Moonriver“ und so wurde aus dancing all night long ein Mitternachtstanz.

Egal ob ich meine „Ooooh, das ist mein Lieblingssong – komm wir tanzen“-Taktik fuhr, oder mit „Ach, ich habe leider keine Begleitung“ Mitleid erzeugen wollte …kein junger Mann an meinem Tisch konnte einen Cha Cha Cha tanzen, einen Jive-Schritt. Sie behaupteten zwar, mal einen Tanzkurs gemacht zu haben, ließen sich aber nicht mal zu einem Disco-Fox hinreißen.

Während ich also mit meinen Bachelor-Mädels auf der Tanzfläche meine Fußballen in Bewegung brachte, fiel mir auf, dass dieser Sachverhalt nicht nur an meinem Tisch gegenwärtig war, sondern ein Generationsproblem sein musste. Das Alter der (Paar)-Tänzer…naja, es war nicht gerade das durchschnittliche DHBW-Alter. Meine Kommilitonen waren zwar zahlreich vertreten, verbrachten den Abend aber eher gemütlich am Tisch oder stehend an der Bar.

Also schreibe ich dieses Jahr einen Wunschzettel jenseits jeder Materialität. Ich wünsche mir zu Weihnachten, dass vielleicht ein paar mehr Leute in eine Tanzschule gehen – auch jenseits der Pubertät. Ich wünsche mir zu Weihnachten einen Jungen, der mit mir tanzt…am liebsten zu Frank Sinatra ;)

NOISE-Kolumne: Brüderchen

Die Adventszeit zieht mich wie so viele Mitglieder der berühmt-berüchtigten Konsumgesellschaft in die Geschäfte, um besonders schöne Geschenke für die liebsten Menschen auf der Welt zu finden – den allgemeinen Tenor findet man momentan an jeder Plakatwand: Weihnachten wird unterm Baum entschieden.

Ich persönlich verschenke am liebsten Zeit, Fotos und selbstgemachte Süßigkeiten. Meine Oma bekommt einen Kalender mit Familienfotos, die ich über das Jahr geschossen habe; meine Freundinnen und ich treffen uns am 27. nach dreimonatiger Abstinenz zum Plaudern (…mit selbstgemachten Keksen) und meine Tanten und Onkels dürfen meine selbstgemachten Pralinen testen (und sie gegebenenfalls dem Mülleimer übergeben). Nur für eine Person suche ich Jahr für Jahr ein Geschenk, das ich nicht nur des Schenkens wegen übergebe (Socken, Tee oder ähnliches), sondern das der Person eine wirkliche Freude macht: Mein Bruder.

Meinen Höhepunkt in Sachen Geschwister-Geschenke habe ich bereits im letzten Jahr erreicht. Ein Bierglas mit der Gravur: „Fynn’s beer“. Mein Bruder war schier begeistert und postete ein Foto des Glases auf facebook. Insgesamt 31 „I like“ bestätigten meinen Bruder in seiner Bildbeschreibung: „Bestes Geschenk ever von meinem Schwesterherz“.

Die Messlatte ist also hoch. Ich muss mich mit dem Fakt abfinden, dass ich dieses Geschenk einfach nicht übertreffen kann. Auch nicht mit dem BVB-Schokoladenweihnachtsmann, den ich bereits im Oktober erstanden habe. Also, was kommt dazu?

Mein Bruder ist leidenschaftlicher Fußballspieler. Da ich ihn schon mehrfach vom Fußballtraining nach Hause transportiert habe, weiß ich, dass in diesen Mannschaftssportarten ausschweifend und laut geduscht wird. Damit mein Bruder in der Kabine cool rüberkommt, habe ich ihm schon mehrfach ein besonders sportliches Duschgel unter den Weihnachtsbaum gepackt (Beispielsweise von Adidas oder sonst einer Marke, die seine Sportlichkeit unterstreicht).

Mein Bruder ist leidenschaftlicher Nichttänzer (…was daraus resultiert, dass er sich von seiner leidenschaftlich tanzenden Schwester abgrenzen möchte). Da ein Walzer doch wirklich ein Stück Allgemeinbildung ist, habe ich ihm schon eine DVD geschenkt, die seine Defizite in Sachen Gesellschaftsfähigkeit beheben soll. Ich glaube angesichts der Plastikverpackung, die die DVD noch immer umhüllt, war dieses Geschenk ein Flop.

Nun der Rat einer Kommilitonin: Ein Frauenkalender
Meine Reaktion:  Einer mit nackten Frauen?
Traf nur auf ein müdes Lächeln:  Ja, ganz genau so einer.
Ich habe Zweifel:  Aber ich kenne den Frauengeschmack meines Bruders doch gar nicht!
Geheimtipp: Megan Fox geht immer.

Ich bin noch nicht überzeugt. Doch ich hoffe spätestens am 23. noch irgendwo ein Bild von Megan Fox finden zu können.

Salamibrote, die die Welt bewegen

Was kommt raus, wenn man einen hochbegabten Informatik-Student in Harvard mit einem Computer kreuzt? Richtig. Das erfolgreichste und mächtigste Soziale Netzwerk der Welt: Facebook. Unsere Mitarbeiterin Lilia Slimi erklärte am Samstag in der Tageszeitung unter der Rubrik Noise-Weekly mit einem Augenzwinkern dieses Phänomen. Und weils so schön ist, hier auf Noise-online in voller Länge zum Nachlesen:

“Jetzt tut nicht so. Ihr wisst ganz genau, dass ihr schon längst abhängig seid, dass euer Leben nichts mehr wert wäre, wenn ihr nicht eifrig „Gefällt mir“-Klicks verteilen oder euer aktuelles Tun mitteilen könntet. Facebook hat jeden in seiner Macht, der sich dafür entscheidet. Und dann gibt es kein Zurück mehr.
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NOISE Kolumne: Weihnachtswunder

Dass man erwachsen ist, merkt man spätestens dann, wenn es das eigene Verschulden ist, dass es an Toilettenpapier mangelt, dass der Wasserhahn als letzter Getränkespender herhalten muss oder dass man kein Frühstück im Haus hat. Wer erwachsen sein möchte, muss also die Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen wohl oder übel selbst übernehmen.

Wenn man sich einen Vorrat an Toilettenpapier oder an Getränken (oder einen in Heidenheim absolut notwendigen Leitungswasserfilter) zugelegt hat und auch am Sonntag ein Frühstück findet, kann viele erwachsene Freiheiten verantworten, die weit darüber hinausgehen, dass man solang auf und weg bleiben kann wie man will!

So habe ich mich letzte Woche auf den Weg gemacht, meine Weihnachtsdekoration in diesem Jahr um einen Tannenbaum zu bereichern (So eine kleine Tanne im Topf). Ich spazierte also in eine Gärtnerei und stand auf einmal vor einem Problem. Die Auswahl an Tannenbäumen war groß – und über Gütekriterien hatte ich mir vor meinem Gang Richtung Problem keine Gedanken gemacht.

In meiner Familie übernimmt klassischerweise mein Vater den Kauf des Weihnachtsbaums. Da er sich weniger aus Weihnachten macht, denkt er erst am 22. Dezember nach mehrfacher Aufforderung daran, in Richtung Baumverkauf zu tingeln. Knapp vor dem Fest sind dort natürlich nicht mehr die schönsten Exemplare vorhanden, sodass er nach zwei Stunden und einiger Überlegungen mit einem Baum nach Hause kommt, der sich dann der Kritik meiner Mutter und mir aussetzen lassen muss. Hier fehlen Äste, der Baum wirkt echt total kahl, die Spitze ist total schief etc., die üblichen Kritikpunkte halt.

Nun stand ich selbst vor einer Auswahl von Weihnachtsbäumen und sah, welch erwachsene Aufgabe, welch große Verantwortung mein Vater Jahr für Jahr ohne Murren übernahm. Was für schwere Bürden das erwachsene Leben mit sich bringt – schier unglaublich. So war ich auch ganz schön stolz, als mein Bäumchen samt Schmuck meine Wohnung um ein Stück Verantwortung und Freiheit erhellte – ein erstes Weihnachtswunder. Ich wünsche euch eine wundervolle Weihnachtszeit :)

Oettinger erklärt Bahnhof

Warum gibt es in Paris einen Kopfbahnhof? EU-Kommissar Günther Oettinger weiß es. Das Youtube-Video ist innerhalb kurzer Zeit zum Netzliebling avanciert und ist auch nach der Volksabstimmung zu S 21 für einen Lacher gut.

NOISE Kolumne: Rumgeknutscht

Ja, die klirrend kalte Jahreszeit hat sich eindeutig in unseren neblig grauen Gefilden eingenistet. Kein Wunder also, dass sich der ein oder andere lieber in die warmen vier Wände zurückziehen, als draußen herumzuturnen. Einziger Lichtblick: Weihnachten erstreckt sich in diesem Jahr auf sage und schreibe 34 Tage. Die maximale Zeitspanne in der Weihnachtsmärkte, Lichterketten und Wichteln gesellschaftlich akzeptiert werden und den ein oder anderen trotz Kälter aus dem Häuschen locken.

Besinnliche Stimmung verleiten den ein oder anderen aber auch zu öffentlichen Liebesbekundungen – kurzum, Geknutsche. Pärchen, die auf dem Weihnachtsmarkt weder Hände noch Zungen voneinander lassen können, stoßen besonders denjenigen negativ auf, die ihre gebrannten Mandeln allein verspeisen.

Doch auch die Liebenden untereinander sind sich nicht immer einig darüber, wie viel Körperflüssigkeiten sie sich öffentlich zugestehen wollen. Oder um es mit den Worten einer Freundin zu sagen: “Kaum, dass die Tür zugeht, will er wieder knutschen – aber ich hab echt keine Lust immer zu Haus zu knutschen.”

Während Frauen dazu neigen, ihre Liebsten im Supermarkt, in der Disco, im Kino oder einfach beim Bummel über den Weihnachtsmarkt zu herzen und die Liebe Liebe sein zu lassen. Männer dagegen werden an dieser Stelle ein wenig grummlig: Nein, sie möchten kein Küsschen am Obstregal. Und keine weiblichen Hände am Hintern, wenn sie Popcorn kaufen wollen. Und nein, sie wollen nicht, wirklich nicht mitten auf der Straße Walzer tanzen, nur weil auf dem Weihnachtsmarkt “It’s the most wonderful time of the year” gespielt wird. Langweilig. Furchtbar langweilig.

Geknutsche gibt’s dann zu Hause. Wenn die Tür zugezogen und die Rollläden unten sind. Und sofern die Dame dann wieder gewillt ist, Lust auf häusliches Geknutsche aufzubringen, könnte die Langeweile ja auch schnellstens verfliegen…ein hoch auf die klirrend kalte Jahreszeit.

Interview mit “Guns of Moropolis”


“Besser könnte es nicht laufen”, sagten die Jungs der Heidenheimer Band “Guns of Moropolis” beim Gespräch mit Noise-Mitarbeiterin Lena Trautmann. Die verraten, wie die Umbesetzung der Band lief, nachdem das Album “In Dynamite We Trust” im April herausgekommen war, wie sie sich auf die Herbstour vorbereitet haben und was passieren würde, wenn sie den Durchbruch schaffen würden. Das vollständige Interview gibt’s im Noise-Magazin#25.

(Tipp zum Video: Ab 0:55  anhören, da wird es erst gut)

„The Black Pony” begeisterte in Giengen


Im Rahmen der zweiten Giengener Musikwoche gaben am Samstag die vier Jungs der Popband „The Black Pony“€ die Songs ihres neuen Albums „Take off“ zum Besten; sie trafen dabei insbesondere bei ihrem weiblichen Publikum auf große Begeisterung. Isabel Mayer war für NOISE fotografierend und schreibend dabei. Lese den Rest dieses Eintrags »

[Diashow]

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Nachschlag von I-Fire

Einen Nachschlag vom Auftritt der Hamburger Reggae-Band I-Fire im Erpfenhauser Kulturhof gibt’s von Noise-Mitarbeiter Christoph Nieß.

[Diashow]

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