NOISE-Kolumne: Hochmotiviert

Der ein oder andere vertritt ja die These, dass seine Motivation nackt über eine Wiese läuft – mit nem Cocktail natürlich. Seit einigen Psychologie-Vorlesungen habe ich meine eigene Theorie zu Motivation entwickelt. Sie lässt sich total gut an meinem Vorhaben erklären, mich nach schokoladenreicher und sportarmer Klausurphase mal wieder gesund zu ernähren.

Während ich lernte, lernte und lernte plante ich dieses Vorhaben in aller Ausführlichkeit. Ich stellte mir vor, wie mein Kühlschrank gefüllt mit Gemüse, Quark und Wasser vor Gesundheit strahlt, ich jeden Tag meine Yoga-Matte ausrolle und komischerweise auch einen gesunden Teint vorweisen kann – obwohl ich niemals auch nur einen Hauch von Bräune annehme.

Erlösend also war es, als die Klausuren vorbei waren und ich endlich wieder regelmäßig zum Sport gehen kann – beziehungsweise nicht mehr den unglaublichen Bedarf verspüre, diese Unmengen von Süßigkeiten in mich reinzustopfen. Endlich war der große Tag da und ich konnte meine geplante gesunde Lebensart in die Tat umsetzen.

Und ich muss sagen…die ersten Tage liegen ganz hervorragend. Meine Motivation war hoch, meine Lust, meine Energie abseits des Schreibtisches zu auszuleben, riesig und merkwürdigerweise kochte ich sogar jeden Tag ohne den Einsatz der Mikrowelle. Es gab selbstgemachte Brötchen, Gemüse, Dips, und eines Abends gab es auch Lachs. Lachs mit Feta-Käse und Paprika…im Backofen zubereitet.

Und dieser Lachs war der Auslöser dafür, dass meine Motivation ganz unten in den Keller meines Motivationshauses rutschte. Denn nach Genuss meiner Lachsmahlzeit ging es meinem Magen nicht mehr ganz so gut. Gar nicht gut. Nach einer leichten Lebensmittelvergiftung und viele Stunden mit Magenfein-Tee und Kirschkernkissen auf der Couch, machte mich mein Bauch darauf aufmerksam, dass er mal wieder was essen wollte.

Ich ging also im Supermarkt zu meinen gesunden Lebensmitteln. Meine Motivation war allerdings nicht dabei. Ich glaube sie stand im Süßigkeitenregal vor den Kinderriegeln und wollte Sammelpunkte abgreifen, um ein Deutschlandtrikot zu bekommen. Die Motivation für gesunde Ernährung…naja, vielleicht nackt auf der Wiese. Meine Motivation für Sammelpunkte durch erhöhten Schokoladenkonsum?? Wieder ganz oben – sie rennt nicht etwa mit einem Cocktail über die Weise, nein – meine Motivation rennt stumpf im Kreis.

NOISE-Kolumne: Durchgemacht

Yey – Prüfungen sind vorbei, Semesterferien sind da und was macht man mit der neu gewonnenen Zeit? Natürlich die Nächte durch. Aber nicht im partymäßigen Sinne, nein – die ersten Semesterferien meines Lebens sollten die Gelegenheit dazu werden, endlich einmal die gesamte Oscar-Verleihung live im TV anzuschauen.  Dieses Jahr würde ich nicht erst morgens im Radio hören, wer skandalöser- oder berechtigterweise eine goldene Statue mitnehmen konnte, wer schicke oder wirklich untragbare Kleider trug und wer seinen Preis weinend seiner Mutter widmete.

Ausgerüstet mit vielen Kerzen (der feierlichen Stimmung wegen), viel Pepsi (zum Wachhalten und für ein wenig amerikanisches Lebensgefühl), Chips, Schokolade und Weingummi (…die Damen sollen vor diesem Event ja tagelang nichts essen – wie schrecklich) und in Jogginghose (und ohne einengende figurformende Unterwäsche) setze ich mich also gegen ein Uhr in der Nacht auf die Couch – und wurde sofort live auf den roten Teppich versetzt, wo die deutschen Reporter sehr mühsam und die US-Reporter recht erfolgreichen Schauspieler vor die Kamera zerrten, die erklärten, wie toll es für sie wäre da zu sein und welcher Designer es geschafft hat, Ihnen ein Kleid auszuleihen.

Und dann ging der große Moment der Verleihung los. Billy Crystal fing schwungvoll an zu moderieren und ich nickte mal glatt für den ersten Teil der Veranstaltung weg. So verpasste ich, dass Wim Wenders den Oscar für Pina nicht bekam und wachte erst wieder auf, als der Zalando-Mann seinen weit bekannten Schrei ausstieß.  Den durfte ich in den kommenden 4 Stunden gefühlte 1000 Male hören, denn ungefähr nach jeder Ehrung wurde eine kurze Werbepause gemacht. Netterweise hat Media-Markt einen Stummfilm-Spot vorbereitet, vielleicht um an den Erfolg von „The Artist“ anzuschließen, vielleicht aber auch um die Ohren der Zuschauer zu schonen.

Richtig spannend wurde es erst zur richtig späten Stunde als die Hauptpreise vergeben wurde. Als der Regisseur von „The Artist“ schließlich seinen Kindern in Paris nahelegte, den Fernseher auszumachen, weil sechs Uhr früh doch spät genug sei, bekam ich einen leichten Schock. Wie die Zeit vergeht. Ich hüpfte ins Bett, um um 9 Uhr wieder geweckt zu werden. Irgendwie wären mir ein wenig mehr Schlaf und ein bisschen weniger Werbung mehr wert gewesen.

Protest für Freiheit im Internet


Zwei Wochen nach der Demonstration gegen das umstrittene Acta-Abkommen fand am Samstag erneut eine Protestkundgebung statt. An die 100 Menschen versammelten sich auf dem Eugen-Jaekle-Platz. Hier der Bericht von Annika Sinnl mit Bildern von Ingo Kleiber.
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Bilder der Redner

Update zur Anti-Acta-Demo mit Bildern von Patricia Henning

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Ich spraye, also bin ich


Der Vorarlberger Fotograf Dieter Wanko fotografiert seit Jahren “Graffiti around the World”. Die Bilder sind im Rathaus Heidenheim Foyer vom 29. Februar bis 23. März zu sehen.
Subkultur oder Kunst? Schmiererei oder Ausdrucksform einer ganzen Generation? Graffiti gehören für Dietmar Wanko zu einem urbanen Stadtbild wie eine Kirche oder ein Fußballplatz. „Eine Stadt ohne Graffiti ist wie eine Stadt ohne Jugend. Lese den Rest dieses Eintrags »

Prototypes IV in Bildern

Am vergangenen Samstag ging im Treff 9 mit Prototypes IV eine weitere Auflage der Extrem-Metal-Reihe über die Bühne. Unser Mitarbeiter Christoph Nieß war vor Ort und hat den Abend mit der Kamera begleitet:

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Eine Insel … mit MIFs unf TIFs

In der vierten Folge seiner Kolumne über die Eigenarten Großbritanniens fragt sich Frank Galgenmüller, was denn nun zuerst in die Tasse kommt …

Abwarten und Tee trinken. Wenn jeder Brite diesem Sprichwort folgen würde, wäre jeder Einwohner hauptberuflich Faulenzer. Kaffeeklatsch gibt es hier kaum. Aber nicht etwa, weil die Engländer keinen Gesprächsstoff haben. Vielmehr liegt es daran, dass Kaffee trinken hier vergleichsweise unüblich ist.

Die Geschichte des Tees begann hier im 17. Jahrhundert, als das Königreich begann, Tee zu importieren. Das Lieblingsgetränk auf der Insel war damals noch ein Privileg der Oberschicht, da es sehr kostspielig war. Es gab außerdem und gibt – zumindest in älteren Pubs – Teegärten, in denen bei einer gepflegten Tasse Tee Neuigkeiten ausgetauscht wurden. Die körperlich gesündere Variante zum Biergarten sozusagen! Lese den Rest dieses Eintrags »

NOISE-Kolumne: Flachgelegt

Dass die Dunkelheit im Kino nicht nur durch seine ihre rein technische Funktion für jede Menge Unterhaltung sorgen kann, erlebte ich auf bittere Art und Weise, als ich mit meiner Freundin  Sarah vor einigen Wochen ein Lichtspielhaus beehrte.

Wie es sich für einen richtigen Mädels-Kino-Abend gehört, machten wir uns mal richtig schick, kauften uns nen riesen Eimer Popcorn und versuchten diesen mit unseren ebenso riesigen Cola-Bechern auf unsere Plätze zu balancieren.

Durch unseren erhöhten Cola-Konsum konnte der unweigerliche Toilettengang mitten im Film leider nicht ausbleiben. Beurk – ich hasse es wirklich mitten in einem Film den Raum verlassen zu müssen. Damit wir möglichst wenig verpassten, musste der Toilettengang also gesplittet werden – erst war Sarah an der Reihe, dann durfte ich.

Sarah spurtete los – ich wartete gespannt, bis die Dunkelheit wieder durch den Lichtstrahl einer sich öffnenden Tür gebrochen wurde. Also…das Popcorn in die Hand genommen (nicht dass unsere Sitznachbarn uns auch nur ein wertvolles Stück der Leckerei einverleiben – nein!!), und losgerannt. Als Sarah den Flur hinunter lief war ich schon am Ende der Sitzreihe und wollte ihr den Popcorneimer quasi staffelstabsmäßig überreichen.

Leider war ich so auf Sarah und unser Popcorn fixiert, dass ich die Stufe zwischen Gang und Sitzreihen leider übersah. Und mich zur Erheiterung der Allgemeinheit mal richtig mitten im Gang auf die Nase legte. Da ich ja stets Prioritäten sinnvoll setze und mein Popcorn vor meiner Gesundheit steht, hielt ich den Eimer weiter hoch.

Den Anblick, wie ich da so auf dem Bauch mitten im Kino lag, fand Sarah so lustig, dass sie sich ebenfalls zu mir auf den Boden gesellte und wir die anderen Kinobesucher wohl mächtig störten. Während ich nach kurzer Beruhigungsphase in Richtung Toilette sprintete, machte Sarah es sich schon wieder auf unseren Sesseln gemütlich, damit wir uns kurz darauf wieder gemeinsam über die verpassten Filmszenen austauschen konnten. Mädels im Kino. Nervig.

Eisprinzessin oder Eistrampel?

Unsere Hobbytesterinnen Jenny und Kristin haben sich im Eislaufen versucht. Ob sie die Hebefigur aus “Dirty Dancing” hinbekommen haben, lest ihr in NOISE#28. Jedenfalls kamen die beiden mit Muskelkater und blauen Flecken zurück von ihrem Ausflug zur Eisbahn.

Im Noise-Interview: Triple B Management

Im neuen Noise-Magazin sprechen Mathias Kropp , Tobias Kasche und Hannes Köck im Internview über ihr Engagement, wieder mehr Bands auf die lokalen Bühnen zu holen und gleichzeitig talentierte Newcomer aus der Region zu fördern.

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